In Europa werden raubkopierte IPTV-Dienste schätzungsweise fast 1 Milliarde Euro pro Jahr generieren.

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Illegale IPTV-Dienste werden in Europa immer beliebter. Dies geht aus einer Studie des EUIPO (European Union Intellectual Property Office) hervor. Dem Bericht zufolge generieren diese Piratendienste einen Jahresumsatz von fast einer Milliarde Euro.

Hacker IPTV, die illegale Alternative zu herkömmlichen TV-Paketen.

Es ist eine Tatsache, mit der Vielzahl von teuren Abonnementangeboten, insbesondere für Sportkanäle, wenden sich immer mehr Nutzer illegalen Angeboten zu: Streaming oder IPTV-Piraten.

Piratendienste basieren auf Infrastrukturen und Anwendungen, mit denen Sie monatliche oder jährliche Abonnements einrichten können. Der Nutzer abonniert den Anbieter, der ihn im Austausch anbietet: eine mobile Piratenanwendung, einen Zugangscode und eine persönliche Leseliste mit den verschiedenen Kanälen.

IPTV

Credits: EUIPO

Die von der EUIPO veröffentlichte detaillierte Studie über dieses Ökosystem zeigt, dass Frankreich eines der 10 europäischen Länder mit der höchsten Anzahl von Piratenliebhabern ist. Die Studie richtet sich an Hunderte von Dienstleistungen, deren Daten mit einer Eurostat-Haushaltserhebung verglichen wurden.

Nach Schätzungen des Amtes nutzen etwa 4,75% der französischen Bevölkerung einen illegalen IPTV-Dienst. Dies liegt über dem europäischen Durchschnitt, der auf 3,1% der europäischen Bevölkerung geschätzt wird.

IPTV EUIPO

Credits: EUIPO

Die Studie zeigt auch, dass der Abonnent im Durchschnitt etwas mehr als 5 Euro pro Monat bezahlt. Hacker-Dienste würden somit 941,7 Millionen Euro pro Jahr generieren. Diese Umsätze werden hauptsächlich in Großbritannien, Frankreich und Deutschland erzielt. Zusammen erwirtschaften diese drei Länder 532 Millionen Euro.

Wie Torrent Freak betont, umfasst die Studie auch File-Hosting-Sites und Torrent-Dienste, aber im Allgemeinen basieren traditionelle IPTV-Dienste auf Live-Streaming-Streams mit geringer Latenzzeit.

Können Nutzer von raubkopierten Diensten gezielt angesprochen und bestraft werden?

EUIPO berichtet, dass die europäische Gesetzgebung die Möglichkeit bietet, illegale Entwickler, Lieferanten und Betreiber zu verfolgen. Diese Mittel sind wie folgt:

  • Blockierung von Standorten und illegalen Strömungen
  • Zivil- und Strafverfahren gegen Straftäter

Gegen Inhaber von Blogs oder YouTube-Kanälen, die den Nutzern zeigen, wie man beispielsweise Piratengeräte auf Kodi- oder Android-Boxen konfiguriert, können rechtliche Schritte eingeleitet werden.

IPTV infra

Credits: EUIPO

Tatsächlich stellt die EUIPO in ihrer Studie fest: “Je nach Umfang der Beteiligung an der Erbringung illegaler Dienstleistungen kann der Vermittler für die Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums mitverantwortlich sein und wegen Komplizenschaft verfolgt werden”.

IPTV: ein neues Vorgehen in Europa gegen Piratenlistenanbieter

Was ist mit den Endanwendern bei all dem? Darf Jean-Pierre, der ein IPTV-Abonnement nutzt, um die Champions League zu sehen, besorgt sein? Nach Ansicht der EUIPO könnte es mit dem EU-Datenschutzrecht (dem so genannten DGPS) unvereinbar sein, Betreiber illegaler IPTV-Dienste zur Offenlegung von Nutzerinformationen zu verpflichten.

Legitime ISPs könnten IP-Adresslisten von illegalen Servern blockieren. Sollen diese ISPs diese Adressen noch beschaffen müssen? Und auch hier würde ein einfaches VPN es ermöglichen, diese Einschränkung zu umgehen.

In Frankreich plant ARCOM (Autorité de Régulation de la COMmunication audiovisuelle et numérique), der Zusammenschluss von Hadopi und CSA, einen aggressiveren Kampf gegen IPTV und direktes Herunterladen. Dieses Projekt wird im Januar 2020 durchgeführt, aber die Maßnahmen von ARCOM würden erst 2021 beginnen.

Leider führt die EUIPO-Studie für die Rechteinhaber nicht zu konkreten Empfehlungen zur Bekämpfung der Piraterie über IPTV. Obwohl sich dieser illegale Markt sehr schnell entwickelt und sich an neue Technologien und Geschäftsmöglichkeiten anpasst, ist Christian Archambeau, der Exekutivdirektor des Büros, der Ansicht, dass das Verständnis des Ökosystems zum Bewusstsein beitragen wird. Am Ende kann Jean-Pierre weiterhin ungestört zusehen, wie die PSG und OL über seinen illegalen IPTV-Dienst aus der Champions League ausgeschlossen werden.

Quelle: EUIPO über Torrent Freak

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